Stauferstele Nijmegen

In der von Barbarossa errichteten Pfalz wurde Kaiser Heinrich VI. geboren

Die erste und wahrscheinlich einzige Stauferstele in den Niederlanden soll 2017 in Nijmegen (dt.: Nimwegen) errichtet werden. Mit der Stele, die dort im Valkhof bei den Resten der mittelalterlichen Kaiserpfalz geplant ist, werden in sechs EU-Staaten Stauferstelen stehen: In Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Tschechien und nun auch in den Niederlanden.


VON PETER KOBLANK (2017)

Het fenomeen Stauferstele

Stauferstelen zijn herdenkingsmonumenten, die worden opgericht op initiatief van het Comité Stauferfreunde op plaatsen, waar het geslacht Hohenstaufen, dat in de middeleeuwen hertogen, koningen en keizers voortbracht, een belangrijke rol heeft gespeeld. Er staan reeds 32 Stauferstelen op historisch gezien belangrijke locaties in vijf Europese landen (Duitsland, Italië, Frankrijk, Oostenrijk en Tsjechië). De Stauferstelen worden gefinancierd door mecenassen.

De Staufische keizers die belangrijk waren voor Nijmegen zijn: Frederik Barbarossa, die de Valkhofburcht herbouwde, zijn zoon Keizer Hendrik VI, die op het Valkhof werd geboren en zijn achterkleinzoon rooms-koning Hendrik (VII), die in 1230 Nijmegen stadsrechten verleende. Het Valkhof is hiermee de belangrijkste lieu de mémoire voor de aanwezigheid van de Hohenstaufen in ons land.

Televisieverslag over de Stauferstele op N1 van 16 november 2016.

Volgens de Stauferfreunde is Nijmegen dan ook de enige plaats in Nederland die in aanmerking komt voor een dergelijk monument. Ze worden gemaakt van natuursteen door beeldhouwer Marcus Wolf uit Stuttgart. Een in Duitsland wonende Nederlandse Stauferfreund wil de stele schenken aan de gemeente Nijmegen. Het gaat om het echtpaar Maria en Willem van Agtmael, Nederlands honorair consul voor Baden-Württemberg in Stuttgart. De burgemeester heeft namens de gemeente het geschenk in dank aanvaard. Het monument is een visualisatie van de aanwezigheid en het belang van de Hohenstaufen voor Nijmegen in het algemeen en het Valkhof in het bijzonder.

De Stauferstelen zijn gedenkzuilen met een achthoekig grondplan. Ze zijn 2,75 meter hoog inclusief sokkel en hebben een diameter van 80 cm. Ze zijn vervaardigd uit massief Jura Kalksteen (Sedimentkalk). De octogonale vorm grijpt terug op het door Frederik II gebouwde Castel del Monte in Zuid-Italië. Ze bestaan uit 4 delen die als trommels bovenop elkaar worden geplaats op een fundament 1 m3 van gewapend beton. De bovenste trommel wordt afgesloten met een ‘gouden’ band die de rijkskroon symboliseert. De inschriften zijn verdeeld over vier van de acht zijvlakken. Boven de inschriften is een wapen in reliëf gebeeldhouwd.

Besloten is om de Stauferstele voorafgaand aan de restauratie van het park te plaatsen op een locatie aan de rand van het Valkhofplateau, ca. 30 meter links van de Barbarossaruïne. Hier stond tot 1955 het Florabeeld. Dit 18de-eeuws tuinbeeld was tijdens WOII reeds beschadigd, daarna gerepareerd en in 1955 spoorloos verdwenen uit het park. De Stauferstele is opgenomen in het nieuwe schetsontwerp voor het park.

Bron: Het fenomeen Stauferstele op nijmegen.nl

Mit der Stele, die hier im Valkhof geplant ist, werden in sechs EU-Staaten Stauferstelen stehen: In Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Tschechien und nun auch in den Niederlanden. – Rechts die Martinskapelle (12. Jhdt.) aus der Zeit von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Im Hintergrund die sechzehneckige Nikolauskapelle aus dem 11. Jahrhundert.

Nijmegen ist seit 1402 Hansestadt und gehört mit Maastricht und Voorburg zu den drei ältesten Städten der Niederlande. Schon die Römer bauten hier ein Kastell. Der Name der Stadt geht zurück auf die keltischen Wörter magos (dt.: Ebene oder Markt) und novio (dt.: neu). Die Römer latinisierten es zu Noviomagus ('Neumarkt').

Karl der Große errichtete 777 dort, wo sich heute in Nijmegen der Valkhof befindet, eine Pfalz. Damals hieß die Stadt Numaga, das sich mit der Zeit in Nieumeghen ('Nieuw-megen') und Nijmegen veränderte. Im Lokaldialekt der Stadt, dem Nimweger Platt, heißt die Stadt Nimwèège und auf Deutsch Nimwegen. Beides entstand durch eine Metathese der Konsonanten, also durch einen Lautwandel von wm zu mw.

Wohl um 1030 ließ Kaiser Konrad II. in der karolingischen Pfalz die Nikolauskapelle errichten. Der achteckige Zentralraum, den ein sechzehneckiger Umgang umschließt, orientiert sich offensichtlich an der Pfalzkapelle in Aachen. Sie ist der einzige erhaltene romanische Zentralbau in den Niederlanden.

1155 ließ der Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa auf den Trümmern der im 11. Jahrhundert niedergebrannten karolingischen Pfalz eine Burganlage, den Valkhof (dt.: Falkenhof), errichten. Damals wurde auch die zerstörte Nikolauskapelle wiederhergestellt, sodass heute nur noch ein Teil deren ursprünglichen Baubestands zu sehen ist. Die ebenfalls noch existierende Chorapsis der Martinskapelle wird auch Barbarossaruine genannt, weil sie aus dessen Zeit stammt. Der Kaiser hat Nijmegen mindestens vier Mal in den Jahren 1157, 1165, 1171 und 1174 besucht.

Im Oktober oder November 1165 wurde der zweite Sohn von Barbarossa, der spätere Kaiser Heinrich VI. in der noch im Bau befindlichen Burg in Nijmegen geboren.

Der Stauferkönig Heinrich (VII.), ein Urenkel von Barbarossa, erhob Nijmegen 1230 zur Reichstadt mit Markt- und Münzrecht.

1795 beschloss der Landtag, die Burganlage – mit Ausnahme der Nikolauskapelle und der Chorapsis der Martinskapelle – zu schleifen. Der relativ wertvolle Tuffstein wurde für Neubauten im ganzen Land wiederverwendet. Da vor dem Abriss versäumt wurde, Grundrisse aufzuzeichnen, kann das Aussehen der Burg nur noch an Hand alter Aufzeichnungen und Bilder rekonstruiert werden.

Der Valkhof ist heute ein Park, in dem von der ehemaligen Burganlage nur noch die Nikolauskapelle (auch Valkhofkapelle genannt), die Chorapsis der Martinskapelle (auch Barbarossaruine genannt) sowie geringfügige Überreste der Burgmauer erhalten sind.

Mauerreste, die aus der Stauferzeit stammen oder vielleicht auch noch älter sind, sind heute nur noch an der Westseite des Valkhofs (Bild links) und im Norden (Bild rechts) in der Nähe deutschen Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen.

An die Staufer erinnern in Nijmegen eine Barbarossa-Statue auf dem Stadthuis (dt.: Rathaus) sowie der wenig attraktive Hendrikhof südöstlich vom Plein 1944. Dieser Hof ist nach König Heinrich (VII.) benannt, der Nijmegen im Jahre 1230 die Stadtrechte verlieh. – Außerdem gibt es in Nijmegen eine nach Friedrich I. benannte Straße namens Barbarossastraat und eine Ringstraße namens Keizer Hendrik VI-singel.

Die Stauferstele wird dreißig Meter nordöstlich der Chorapsis der Martinskapelle, auch Barbarossaruine genannt, aufgestellt werden. Diese Stelle hat drei Vorteile: Es gibt keine negativen Folgen für den archäologischen Untergrund, da dieser wegen eines im Zweiten Weltkrieg beschädigten und 1955 spurlos verschwundenen Kunstwerks aus dem 18. Jahrhundert, das genau dort stand, bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde. In dieser Randlage hat die Stele auch keine Auswirkung auf eine künftige Parkumgestaltung. Außerdem steht sie in der Nähe, aber auch weit genug weg von der stauferzeitlichen Ruine. – Zeichung nach einem Grundriss auf nijmegen.nl.

Die Stauferstele wurde von dem niederländischen Ehepaar Maria und Willem van Agtmael gestiftet. Van Agtmael ist Teilhaber und war Geschäftsführer der E. Breuninger GmbH & Co., die in Deutschland Warenhäuser betreibt. Er ist in Stuttgart Honorarkonsul für die Niederlande.

Operation Market Garden

Market Garden war der Deckname einer Luftlande- und Bodenoperation der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Sie sollte im September 1944 unter Umgehung des deutschen Westwalls einen raschen Vorstoß von den Niederlanden aus in das Deutsche Reich ermöglichen. Unmittelbar nördlich von Nijmegen war die 9. SS-Panzer-Division "Hohenstaufen" maßgeblich dafür verantwortlich, dass Market Garden zu einem Desaster wurde.

Diese Ereignisse sind 1977 unter dem Titel A Bridge Too Far (ndl.: Een brug te ver, dt.: Die Brücke von Arnheim) mit einer internationalen Spitzenbesetzung verfilmt worden.

Ähnlich wie 1941 beim Angriff auf die Sowjetunion unter dem Codenamen Unternehmen Barbarossa nutzten die Nationalsozialisten auch bei dieser Einheit der Waffen-SS, die zunächst in Russland und nach der Invasion im Westen eingesetzt wurde, den Namen der berühmten mittelalterlichen Dynastie.

Rekonstruktion des stauferzeitlichen Donjon

2006 haben sich die Bürger von Nijmegen in einem Referendum mit einer Mehrheit von 63 Prozent dafür entschieden, im Valkhof den stauferzeitlichen Donjon zu rekonstruieren. Dieses Projekt ist dennoch umstritten und noch nicht umgesetzt worden, zumal nicht bekannt ist, wie dieser Wohn- und Wehrturm im 12. Jahrhundert ausgesehen hat. Bilder wie beispielsweise das Gemälde von Jan van Goyen (siehe oben) zeigen die Festung nach den erheblichen Aus- und Umbauten im 15. Jahrhundert.

Entwürfe für den stauferzeitlichen Donjon. Auf beiden Zeichnungen sieht man die sechzehneckige Nikolauskapelle, auf der linken auch die Chorapsis der Martinskapelle. Bilder: gelderlander.nl.

Im Sommer 2016 soll endgültig darüber entschieden werden, ob diese nicht unumstrittene Rekonstruktion tatsächlich verwirklicht wird. Die Stauferstele würde dann zwischen der Chorapsis der Martinskapelle und dem Donjon stehen.

Wappen von Nijmegen

Heutiges Wappen

Ursprüngliches Siegel
(13. Jhdt.)

Erstes Doppeladler-Siegel (1322)

Auf einem goldenen Schild ist ein schwarzer doppelköpfiger Adler abgebildet, der ein blaues Herzschild mit einem goldenen doppelschwänzigen Löwen trägt. Über dem Schild befindet sich eine Kaiserkrone, Schildhalter sind ein goldener und ein schwarzer Löwe.

Der Doppeladler steht für das Heilige Römische Reich, dem Nijmegen seit seiner Stadterhebung unter dem Stauferkönig Heinrich (VII.) seit 1230 direkt unterstand. Allerdings wurde es von König Wilhelm von Holland, einem Gegenkönig des Staufers Konrad IV., bereits 1247 an Graf Otto II. von Geldern verpfändet und blieb in den Händen der Grafen und späteren Herzöge von Geldern, für die das blaue Herzschild steht.

Auf den ersten Stadtsiegeln im 13. Jahrhundert sind eine Mauer, zwei Türme mit Spitzdächern, ein Stadttor mit drei Zinnen und in der Mitte der König mit Krone, Zepter und Reichsapfel abgebildet, die Umschrift lautet Sigillum Burgeriensium de Numegen (dt.: Siegel der Bürger von Nijmegen).

Der Doppeladler kann erstmals im Jahre 1322 auf einem in zwei Teile zerbrochenen Siegel von Nijmegen nachgewiesen werden. Rund siebzig Jahre zuvor brachte der Geschichtsschreiber Matthaeus Parisiensis, ein Zeitgenosse von Kaiser Friedrich II., diesen mit dem Doppeladler in Verbindung. Siehe auch Stauferstele Fiorentino.

Barbarossa-Gedenkstein

Im Museum Het Valkhof ist ein marmorner Gedenkstein ausgestellt, der aus der staufischen Burg stammt und auf Grund der Schriftform auf den Anfang des 13. Jahrhunderts datiert wird. Die Inschrift lautet:

ANNO MILLENO P(ost) QUA(m) SAL(us) E(st) DATA SECLO CENTENO IUNCTO QINQUAGENO QU0Q(ue) QUINTO CESAR IN ORBE SIT(us) FRIDERIC(us) PACIS AMICUS LAPSU(m) CONFRACT(um) VET(us) IN NICHIL ANTE REDACTUM(m) ARTE NITORE PARI REPARAVIT OPUS NEOMAGI IULIUS IN PRIMO TAME(n) EXTITIT EIUS ORIGO IMPAR PACIFICO REPARATORI FREDERICO

Der lateinische Text besagt, dass Kaiser Friedrich, ein Freund des Friedens, im Jahr 1155 das zusammengebrochene Bauwerk von Neomagus in gleicher Schönheit wie zuvor wiederhergestellt hat. Julius Cäsar mag der ursprüngliche Schöpfer gewesen sein, dieser sei aber nicht gleichwertig mit dem friedensbringenden Wiedererrichter Friedrich.

Barbarossa war ein großer Verehrer von Karl dem Großen. Hätte er gewusst, dass dieser knapp vierhundert Jahren zuvor in Nijmegen unter Wiederverwendung zahlreicher römischer Spolien eine Pfalz hatte erbauen lassen, wäre dies erwähnt worden. Offensichtlich hielt man die karolingische Ruine fälschlich für Reste von Bauwerken, die unter Julius Cäsar errichtet worden waren.

Stifter der Stauferstele

Maria und Willem van Agtmael

Hohenstaufen terug in Nijmegen
Stauferstele in park van middeleeuws vorstenhuis
Valkhofpark krijgt monument voor geslacht Hohenstaufen
Ontwerpbesluit plaatsing Stauferstele in Valkhofpark
De Hohenstaufen en Nijmegen (circa 1150-1250)
Die Staufer und Nimwegen (etwa 1150-1250)

Geplante Stauferstelen

stauferstelen.net